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Haste nicht gesehen ...

Funktion und Geschichte des Zittauer Fastentuch
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© Städtische Museen Zittau

Um die Jahrtausendwende wird erstmals von dem Brauch berichtet, in der Fastenzeit Reliquien wie Kreuze zu verhüllen und zwischen Altar und Gemeinde ein Tuch aufzuspannen. Diese Tücher werden bis heute als "Hungertücher" bezeichnet, weil dem nach der Eucharistie "schmachtenden" Gläubigen der Blick auf das Allerheiligste verwehrt wird. Bedenkt man die im Mittelalter übliche Praxis der "Augenkommunion" wird die Bedeutung dieses Verzichts noch spürbarer.

Von diesen Zeugnissen mittelalterlicher Frömmigkeitspraxis sind nur noch wenige erhalten geblieben, u.a. das Große Zittauer Fastentuch, das zu den ältesten und größten seiner Art überhaupt zählt.

Bis ins 17. Jahrhundert verhüllte es jedes Jahr zwischen Aschermittwoch und Karsamstag den Altarraum der Zittauer Hauptkirche St. Johannis.

Nun wird es in Wiesbaden in eben dieser Funktion als Kopie zu sehen sein. Es unterbricht, verändert und erweitert zugleich die Wahrnehmung des Gottesdienstraums.

Zeitgleich ist das etwa 100 Jahre jüngere "Kleine Zittauer Fastentuch" in der Frankfurter Katharinenkirche ausgestellt. Anders als das in mehrere Bildfelder aufgeteilte große Tuch zeigt die kleinere Variante, entsprechend der stilistischen Vorgabe ihrer Zeit, die Kreuzigung Christi als bildbeherrschende Mitte, umrahmt von den arma Christi.

Referent
Dr. Peter Knüvener, Direktor der Städtische Museen Zittau

Veranstaltungsart
Online über Zoom

Kosten
kostenfrei 

Termin
Mittwoch, 24.02.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Anmeldung hier

Anmeldeschluss
23.02.2021 

Für die Veranstaltung wird das Videokonferenztool "zoom" (https://zoom.us) genutzt. Dafür notwendig sind eine stabile Internet-Verbindung und ein Smartphone. Ebenso klappt die Teilnahme via PC, Laptop oder Tablet. Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie den Zugangslink.

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