Ausstellung "Sag an, wer ist doch diese ..."

Begegnungen: Marienbilder und Göttinnenfiguren
Ungewöhnliche Ausstellung im Frauenmuseum in Wiesbaden

WIESBADEN. Zu ungewöhnlichen Begegnungen hat die Katholische Erwachsenenbildung, Bildungswerke Wiesbaden und Rheingau, vom 13. April 2008 bis 10. Dezember 2008 in das Frauenmuseum in Wiesbaden eingeladen. Unter dem Titel „Sag an, wer ist doch diese…“ wurden jahrtausende alte Göttinnenfiguren gemeinsam mit Marienbildern aus dem Mittelalter bis zur Moderne gezeigt. Die rund 120 Exponate kamen zum Teil aus dem Depot des Frauenmuseums. Darüber hinaus stellten das Diözesanmuseum Limburg, katholische Pfarrgemeinden des Bistums und das Museum Heimathaus in Telgte ihre Madonnen zur Verfügung. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum entstanden und war acht Monate, bis Ende 2008, geöffnet.

Der Abstand unserer christlich geprägten Kultur zu den vorzeitlichen Göttinnen sei groß, sagte Elke Wirtz-Meinert, Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden und Rheingau, in ihrem Grußwort zur Eröffnung. „Aber ist unser Un-Wissen über die Bedeutung der Mariendarstellungen nicht schon ebenso groß geworden?“ Die Ausstellung lade zum Entdecken von Unterschieden und Ähnlichkeiten ein, zum Entschlüsseln von Symbolen, zum Wieder erkennen von Formen. Im Blick seien dabei stets auch die unterschiedlichen Positionen, die Deutungen der Betrachter wie der Künstler durch die verschiedenen Zeitalter hindurch bis heute, erläuterte sie das Konzept der Ausstellung. „Sie haben das Risiko, mit mehr Fragen nach Hause zu gehen, als Sie hierher gebracht haben“, warnte sie die Besucher, die sie zugleich zum Wiederkommen einlud.

In zahlreichen Begleitveranstaltungen wurden Aspekte der Mariendarstellung und Marienfrömmigkeit zum Thema gemacht. Um Darstellungen der Gottesmutter in der Bildenden Kunst vom frühen Christentum bis zur Moderne informierte eine Vortragsreihe am 17. April 2008 und 24. April 2008 mit der Kunsthistorikerin Dr. Simone Husemann im Roncalli-Haus. Im Anschluss bot Kaplan Dr. Christof May einen Vortrag „Maria – starke Frau!“, mit anschließendem Gespräch um die Marienfrömmigkeit in unserer Zeit, an. Die Sagenforscherin Sigrid Früh war am 28. Mai 2008 ebenfalls im Frauenmuseum zu Gast. Im Gespräch mit Kerstin Frei, Studienleiterin Akademisches Zentrum Rabanus Maurus, Frankfurt, wurde über „Die schwarze Frau. Kraft und Mythos der Schwarzen Madonna“, diskutiert. Am 29. Mai 2008 wurde zu „Meditationen im Museum“ vor ausgewählten Marienexponaten der Ausstellung eingeladen.

Ein ausführlicher Katalog zur Ausstellung  unter der Federführung der Katholischen Erwachsenenbildung erschien im Sommer 2008. Er ist erhältlich bei der Katholischen Erwachsenenbildung und im Frauenmuseum Wiesbaden.

 

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